Beim Betreten der Halle mit den 33 betrieblichen Ausstellungsständen hatte man zuerst den Eindruck, alles gehe in ein wildes Gewusel durcheinander. Doch weit gefehlt. Christian Kelle an der Markward von Grumbach Mittelschule als Übergangsmanager tätig, hatte alles im Griff. Denn nach einer kurzen Begrüßung des Schulverbandsvorsitzenden Konrad Schlier und des Schulleiters Rudolf Suttner konnten sich die Schüler der 8., 9. und 10. Klassen aus den Schulen Estenfeld, Rimpar und Unterpleichfeld an den Ausstellungständen über die beruflichen Ausbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten in der Region informieren.Dazu hatte Christian Kelle gemeinsam mit Frau Katharina Lanig einen Takt-Plan erstellt, der vermeiden sollte, dass alle Schüler plötzlich an einem Stand stehen würden und somit ein direktes persönliches Gespräch nicht möglich gewesen wäre. Deshalb hat er einen Plan erstellt, in den sich die Schüler mit ihren Interessen eintragen konnten. Nach dem Takt-Plan war es immer gewährleistet, dass maximal vier bis sechs Schüler im Abstand von 15 Minuten an einem der Stände sich aufhalten konnten. Diese boten schlicht und einfach jedem Schüler die Möglichkeit, ihrer Neigung entsprechend im persönlichen Gespräch möglichst viele Informationen aus erster Hand über ihre Wunschberufe zu erhalten. Die breite Palette beinhaltete Berufe aus dem Bauhandwerk vom Dachdecker bis zum Schreiner, Kaminkehrer, Kfz-Bereich, Groß- und Einzelhandel, Hotel- und Gaststätten, Banken, Altenpflege, Versicherungen, aber auch Mitarbeiter von Bundesbahn, Bundeswehr und Polizei stellten Berufsmöglichkeiten vor. Auch die Agentur für Arbeit hatte einen Stand und informierte die Eltern mit einem zehnminütigen Vortrag zur Berufsfindung und Berufsangebote.Manch ein Berufszweig hatte allerdings große Mühe, seinen Ausbildungsplatz gut an die Schüler zu bringen. „Denn einige Handwerksberufe sind für viele Schüler immer noch mit viel Kraft, Schmutz und wenig Elektronik verbunden“, so war vom Bauhandwerk zu hören. Viele Betriebe weisen diesbezüglich jedoch bereits sehr verbesserte Arbeitsbedingungen auf und bieten den Schülern beste Zukunftsaussichten.Aus den Reihen der Schülerinnen und Schüler war zu hören, dass dieser Abend sehr informativ gewesen sei, was von den begleitenden Eltern mit einem deutlichen Ja unterstrichen wurde.Diese Aktion wird schon über fünf Jahre durchgeführt und geht auf einer Idee des Schulleiters Rudolf Suttner und Martina Lang zurück, die sich damals Gedanken machten „Wie und wo kriegen wir unsere Schüler unter, sodass sie eine gute Zukunft haben?“. Dies sei heute so aktuell wie früher und fordert von allen Verantwortlichen von Schule und Betrieben größte mögliche Zusammenarbeit.Die kostenlose Hand Food- Versorgung hatte der Elternbeirat unter Leitung von Birgit Machholz und die 7. Klasse mit Klassenleiterin Elke Lother übernommen, die mit Kuchen und kleinen Snacks die Besucher verwöhnten.

Text. R. Weis, Foto J. Dietzsch